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Rudergerät kaufen: worauf achten? [Checkliste] ✔

Wer sollte sich ein Rudergerät kaufen?

Bevor man sich die Frage stellt, worauf man beim Kauf eines Rudergeräts achten sollte, ist zu klären, ob das Gerät überhaupt den gewünschten Zweck erfüllt. Der Kaufpreis eines Rudergeräts ist schon im höherem Segment für den sportlichen Heimbedarf zu verorten und wir wollen unsere hart verdienten Euronen nur in die passende Ausrüstung investieren. 

Im letzten Artikel hatte ich darüber schon mal ein bisschen ausführlicher berichtet, hier noch einmal das Für und Wider kurz zusammengefasst: 

Nachteile des Rudergeräts:Vorteile des Rudergeräts:
Kein gezielter MuskelaufbauZeiteffizientes Training
Kein gezieltes SchnellkrafttrainingHocheffektives Cardiotraining
Kein GanzkörpertrainingEffektives Training gegen Rücken-/Kniebeschwerden
Eher wenig AbwechslungWitterungsunabhängiges Ausdauertraining

Kurzum, ich habe das Rudergerät als Manager-Gerät bezeichnet, weil es statt auf Abwechslung auf sportliche Effizienz setzt und weil es eine effektive Waffe gegen typische Bürokrankheiten (Rückenschmerzen, Bewegungsmangel, kardiologische Probleme, Übergewicht) ist. 

Genau wie ein Manager sollte man auch bei der Anschaffung vorgehen. 

Worauf sollte man beim Kauf eines Rudergeräts achten?

Platzbedarf

Die meisten Rudergeräte haben ein Aufbaumaß von etwa zwei Meter Länge und circa einem halben Meter Breite. Bedenkt man, dass sich der Körper auf dem Gerät noch bewegen muss, sollten drei Meter in der Länge und mindestens ein Meter in der Breite schon vorhanden sein.

Falls man diesen Raum nicht auf unbestimmte Zeit an das Sportgerät verlieren möchte, sollte man darauf achten, ein Rudergerät zu kaufen, das klappbar ist. In diesem Fall lässt sich die Länge, je nach Modell, auf einen bis eineinhalb Meter reduzieren. 

Wer den Platzbedarf des Rudergeräts auch ohne klappbare Variante entbehren kann, hat hierdurch vielleicht sogar einen Vorteil: immerhin starrt einen das Sportgerät jeden Tag an (so es nicht im Keller verortet ist) und es ist jederzeit und sofort einsatzbereit. 

Die Länge des Rudergeräts hängt natürlich auch mit der Länge der Rollschiene zusammen. Dieser kommt als festgesetzter Bewegungsradius natürlich eine besondere Bedeutung zu. 

Gerade größere Menschen sollten beim Kauf des Rudergeräts darauf achten, dass für einen vollständigen Ruderzug auch genug Platz vorhanden ist. 

Ich habe die Produktempfehlungen auf dieser Seite mit entsprechenden Angaben der Hersteller versehen. Liest man sich die Bewertungen durch, scheint es aber ratsam, von der hier empfohlenen maximalen Körperlänge noch mal 10 Zentimeter abzuziehen, um nach dem Aufbau keine böse Überraschung zu erleben. 

Stabilität des Rudergeräts

Durch die Länge der Rollschiene wird natürlich auch die Stabilität des Rudergeräts bestimmt. Darauf sollte man beim Kauf des Rudergeräts vor allem dann achten, wenn man nicht gerade zu den Leichtgewichten gehört. 

Rudergät darauf achten

Grundsätzlich ist das Rudergerät auch für übergewichtige Personen und Sportmuffel geeignet. Der Bewegungsablauf lässt sich schnell erlernen, Knie- und Hüftgelenke sind aufgrund der sitzenden Position während des Trainings weitgehend entlastet. 

Aber wir wollen natürlich nicht, dass das Sportgerät zusammenbricht. 

In dieser Hinsicht könnte es schon einen Unterschied machen, ob die angegebene Maximalbelastung des Anbieters bei 120 Kilo oder 150 Kilo liegt. Zumal ich auch hier aus Sicherheitsgründen lieber 10 Kilo abziehen würde. 

Völlig normal ist es übrigens, dass sich das Rudergerät ein wenig bewegt, wenn kräftige Leute kräftig ziehen. An diesen Gesetzen der Dynamik kommen selbst teure Profigeräte nicht vorbei. 

Es lohnt sich, für das Rudergerät zu Hause zusätzlich noch eine Unterlegmatte anzuschaffen. 

Die schützt den Boden vor Abrieb und Schweiß, die Nachbarn vor Lärm und sorgt außerdem dafür, dass sich das Sportgerät nicht allzu weit vom Platz bewegt. 

Ergonomie

Der Punkt Ergonomie ist aus zwei Gründen schwer zu beurteilen. Zum einen sind Geräte in der besprochenen Preisklasse relativ baugleich. Weder der Griff noch die Sitzhöhe ändern sich wesentlich. 

Zum anderen ist Ergonomie eine sehr individuelle Geschichte. Die leichten Unterschiede in der Form des Zuggriffes oder der Positionierung der Fußrasten gefallen dem einen und dem anderen eben nicht. Grundsätzlich könnte man sagen, dass eher kurze Menschen im Vorteil sind, weil sie weniger Gefahr laufen, an die Grenzen des Geräts zu stoßen. 

Die Länge der Rollschiene hatten wir bereits besprochen. Darüber hinaus sollten Menschen mit großen Füßen beim Kauf eines Rudergeräts auf verstellbare Fußrasten achten. So ab Größe 45 kann es sonst schon mal knapp werden. 

Von diesen messbaren Faktoren abgesehen, muss man sich auf dem Gerät wohl und sicher fühlen, aber das lässt sich erst in den ersten Trainingseinheiten wirklich feststellen. 

Widerstand

Rudergeräte im oberen Marktsegment, zum Beispiel die Concept 2 Geräte, arbeiten mit Luftwiderstand. Bei guter Pflege des Geräts lässt das eine sehr genaue und untereinander vergleichbare Regulierung des Widerstands zu. 

Allerdings ist es auch verhältnismäßig laut, gerade, wenn man mal richtig Stoff gibt. 

Rudern Training

Magnetwiderstand

Deshalb sind die meisten Rudergeräte für zu Hause mit einem Magnetwiderstand ausgerüstet, Dieser ist für sich genommen natürlich geräuschlos, es kann aber durch das Zugseil und die Rollen des Sitzes dennoch eine gewisse Geräuschentwicklung entstehen. 

Diese ist in der Regel zu vernachlässigen und hat man sich eine entsprechende Unterlegmatte zugelegt, sollten auch Mietnachbarn kaum etwas gegen die Anschaffung vorzubringen haben. 

Vor allem aber ist diese Bremsmethodik weitgehend verschleißfrei, sofern der Widerstand selbst nicht Schaden nimmt. Wird das Gerät regelmäßig abgewischt und bisweilen auch mal soweit zerlegt, dass man das Innenleben mit einem Staubsauger bearbeiten kann, dürfte man an einem wertigen Gerät lange Freude haben. 

Außerdem wird der Widerstand von der vorhandenen Schwungmasse bestimmt. Diese beträgt bei Rudergeräten für zu Hause zumeist um die acht Kilo, was ein ganz guter Wert auch für fortgeschrittene Sportler ist.

Da diese Schwungmasse aber eben durch den Magnetwiderstand beeinflusst wird, ist die reine Gewichtsangabe, ähnlich wie die Hubraumgröße beim Auto, nur ein ungefährer Anhalt für die tatsächliche Leistung. 

Eher sollte man beim Rudergerät kaufen darauf achten, dass sich der Widerstand möglichst in vielen Stufen dosieren lässt, so dass verschiedene Trainingsmethoden, Langstrecke, Sprint, möglich sind. 

Wasserwiderstand

Rudergeräte mit Wasserwiderstand sind natürlich ganz anders konstruiert. Genau wie beim echten Rudern, wird hier der Widerstand zunächst durch die Zugkraft bestimmt.

Ergo: Wer höheren Widerstand will, muss schneller rudern. 

Darüber hinaus gibt es höchstens noch die mechanische Variante, nämlich einfach weniger Wasser in den entsprechenden Behälter zu füllen. Manch ein findiger Anbieter malt sechs Dosierungsstriche an den Behälter und verkauft das als “mehrstufiges Widerstandssystem”. Naja, falsch ist es nicht, aber eher umständlich.

Für Menschen, die diese näher an der eigentlichen Sportart gelegenen Rudervariante bevorzugen, ist das kein Manko. Auf dem See kann man den Widerstand ja auch nicht einfach so dosieren. 

Was mit Sicherheit zur sportlichen Atmosphäre beiträgt, ist das Geräusch von verdrängtem Wasser, das bei jedem Ruderzug zu hören ist. 

Übrigens: Menschen, die ein solches Rudergerät kaufen, sollten darauf achten, bei jeder Neubefüllung des Behälters eine Chlortablette hinzuzugeben. 

Sonst könnte die Sache bald sehr natürlich aussehen. 

Funktionen

Abgesehen von einigen Wasser-Rudergeräten, die ausdrücklich “Retro” gehalten sind und auf jeglichen Schnickschnack verzichten, sind alle mir bekannten Geräte für den Heimbereich mit LCD-Bildschirmen ausgestattet. 

Wie im Fitnessstudio findet man hier die üblichen Daten, Trainingszeit, Distanz, Kalorienverbrauch, in Kombination mit der ruderspezifischen Schlagfrequenz

Ebenfalls wie im Fitnessstudio ist auch hier der Kalorienverbrauch als Näherungswert und nicht als absolute Wahrheit zu verstehen. Mutmaßlich gilt das auch für die anderen genannten Werte. 

Die vermeintliche Ungenauigkeit macht die Daten nicht unnütz, denn immerhin kann man die Trainingseinheiten untereinander immer noch sehr genau vergleichen. Auf diese Weise lässt sich effektiv der Trainingserfolg überwachen und durch Zielsetzung sicherlich auch die Motivation fördern. 

Wer neu in den Sport einsteigt oder vielleicht Vorerkrankungen hat, sollte beim Rudergerät kaufen darauf achten, ein Gerät mit Pulsgurt zu erwerben. Dies ist inzwischen auch fast Standard bei modernen Geräten. 

Das persönliche Belastungsempfinden ist ebenfalls sehr genau, aber bei Sportmuffeln manchmal schlecht ausgebildet. Bis es soweit ist oder falls man Vorgaben vom Kardiologen bekommen hat, kann ein Pulsgurt helfen, die Trainingsbelastung zu dosieren. 

Trainingsprogramme

Eingespeicherte Trainingsprogramme, die zumeist auf irgendeiner Form von Intervalltraining beruhen, können ebenfalls helfen, die Motivation lange aufrecht zu halten. 

Bei teureren Geräten sind manchmal auch kleine Spiele im System integriert, bei denen man zum Beispiel durch geschickte Variation der Länge der Ruderschläge Fische (auf dem Bildschirm) fangen muss, etc. 

Beides kann durchaus Nachteile haben. 

Die erwähnten Spiele führen fast unweigerlich dazu, dass Ruderbewegungen falsch ausgeführt werden. Immerhin versucht man ja, das Spiel zu gewinnen und nicht technisch korrekt zu rudern. 

Auch die Vorgabe durch eingespeicherte Programme kann zu Unter- bzw. Überforderungen führen, weil man starr einem Ablauf folgen muss. Außerdem wäre zu debattieren, inwieweit solche Programme nach einem halben Jahr noch “abwechslungsreich” sind. 

Eine Plattformintegration mit neuen Herausforderungen über das Internet, ähnlich wie Peloton, wäre hier hilfreich, aber da bewegt man sich dann endgültig in einem anderen Preissegment. 

Besser ist es, sich seine eigenen Programme zurechtzulegen, mal etwas länger zu Rudern, mal etwas kürzer mit entsprechenden Intervallbelastungen, usw. Das kostet nichts und kann im Bedarfsfall der Tagesform angepasst werden. 

 Rudergerät Concept2 Indoor Rower 2711skandika Wasser-Rudergerät Nemo IIISportPlus SP-MR-008-BSportstech RSX500Capital Sports Stoksman 2.0
Aufbaumaße:
Klappmaße:
244 x 61 x 36 cm
122 cm x 64 cm x 138 cm
211 x 50,5 x 82 cm
119 x 50,5 x 142 cm
190x51x77 cm
95x51x122 cm cm
193.5 x 44 x 84 cm
146 x 44 x 80 cm
215 x 55 x 55 cm
Empfohlene Benutzergröße bis200 cm200 cm185 cm200 cm200 cm
Artikelgewicht26.0 kg31,0 kgK.A.K.A.38,0 kg
Max. Nutzergewicht:227 kg150 kg150kg120kg170kg
Widerstand:Luftwiderstand,
10-stufig
WasserwiderstandMagnetbremssystem, 8-stufigMagnetbremssystem, computergesteuert, 16-stufigWasserwiderstand
Extras:Wartungsarm, Pulsgurt komp. (nicht enthalten), LCD-Display, Speichert bis zu 1000 TrainingseinheitenBluetooth, App-Komp., Pulsmessung, 9 WiderstandsstufenPulsgurt, klappbar, Transportrollen, LCD-MonitorPulsgurt, Transportrollen, 12 Trainingsprogramme, klappbar, LCD-MonitorLCD-Monitor, Transportrollen, sehr stabil
Aktuelle Amazon-Bewertung4,2 Sterne4,3 Sterne4,4 Sterne4,3 Sterne4,1 Sterne
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Fazit: worauf achten beim Rudergerät kaufen? 

Von individuellen Bedürfnissen mal abgesehen: Stabilität und Funktionalität stehen im Mittelpunkt. Schicke Trainingsprogramme nutzen nichts, wenn das Gerät nicht rund läuft oder der Sitz wackelt. 

Neben den, manchmal etwas vollmundigen, Versprechen der Hersteller, scheint hier das Kundenfeedback zunächst einziges Kriterium für diese Faktoren zu sein. Die maximale Belastbarkeit des Geräts gibt aber schon mal einen guten Hinweis auf die Stabilität und ISO-Zertifikate über geprüfte Sicherheit tun ein übriges. 

Hat man sich entschlossen, dass Rudern zu Hause der richtige Sport sein könnte, dann sollte man nach abklopfen der hier vorgestellten Kriterien einfach mal den Sprung wagen und ein Gerät bestellen. Die große Onlineplattform bietet ja zumeist relativ problemlosen Umtausch an, falls es doch nicht passt. 

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