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Welche Schuhe für Kraftsport & Fitnessstudio?

Falls Optik dein wichtigstes Kriterium für Schuhe beim Kraftsport ist, bin ich leider keine große Hilfe. Die Schuhe, die ich derzeit im Fitnessstudio verwende, bilden ein wildes Farbgemisch aus Marineblau und Neongrün. 

Beim Sport halte ich es für völlig irrelevant, wie Schuhe aussehen, umso mehr natürlich, wenn man zu Hause trainiert. Das heißt nicht, dass es egal ist, welche Schuhe man trägt. 

Gewichtheberschuhe fürs Krafttraining?

Professionelle Gewichtheberschuhe bieten dem kauffreudigen Kraftsportler gleich mehrere Vorteile:

  • Sicherer Verschluss
  • Großzügiger Schnitt 
  • Stabile Sohle
  • Erhöhte Ferse
  • Erhöhter Schaft (manche Modelle)

Die erhöhte Ferse ist wahrscheinlich das auffälligste Merkmal der Gewichtheberschuhe. Sie sorgt dafür, dass bei der tiefen Kniebeuge die Unterschenkel mehr nach vorne geneigt sind, zugunsten einer aufrechteren Haltung des Oberkörpers. 

Sportlern mit Bewegungseinschränkungen im Hüftgelenk, davon gibt es mehr als man glauben sollte, können dadurch ein paar Zentimeter an Tiefe gewinnen und das ist für passionierte Squatter Grund genug, in Gewichtheberschuhe zu investieren. 

Stabile Schuhe benötigt man ja ohnehin und da alle namhaften Gewichtheberschuhe eben auch die anderen genannten Eigenschaften aufweisen, können sie eine sinnvolle Investition sein.

Eine statistisch signifikante Veränderung im Rekrutierungsmuster der beteiligten Muskeln konnte in Studien bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden. 

Damit limitiert sich die Käufergruppe für Gewichtheberschuhe auf Sportler, die  a) regelmäßig und zielgerichtet schweres Kniebeugen ausführen und b) aufgrund ihrer Anatomie Probleme haben, die notwendige Tiefe zu erreichen. 

Schuhe Fitnessstudio

Anforderungen an Schuhe für Kraftsport & Fitnesstraining

Kraftsport und Fitnesstraining im Sinne des Muskelaufbaus halten in erster Linie schwere, kurze Belastungen für den Sportler bereit. Daraus folgt zwingend, dass Stabilität der entscheidende Faktor ist. 

Aber was bedeutet Stabilität in diesem Zusammenhang?

Schuhe mit viel Dämpfung, wie man sie bei modernen Joggern findet, sind nicht nur unnötig für den Kraftsport, sondern können auch potentiell gefährlich sein. Vor allem dann, wenn eine Fehlstellung des Fußes, und die hat fast jeder, bereits dafür gesorgt hat, dass der Schuh einseitig abgelaufen ist und so ein Neigungswinkel entsteht, der die Fehlstellung noch verstärkt. 

Abgelaufene Schuhe eignen sich also nicht für schweres Krafttraining und generell sollte darauf geachtet werden, dass vor allem Absätze und Hinterkappe stabil sind. 

Ungeeignete Schuhe fürs Fitnessstudio

Auch neue Jogger mit stabiler Sohle sind nicht unbedingt die erste Wahl für schweres Krafttraining. Die vorne hochgezogene Sohle verkleinert die Standfläche und zumeist ist der Schnitt auch eher schmal. Jogger sind eben nicht fürs Stehen, sondern fürs Laufen gemacht. 

Neben dem Boden, bestehend aus verschiedenen Sohlen, sollte vor allem der Schaft dem Sportler Sicherheit und Stabilität bieten. 

In diesem Zusammenhang war ich relativ überrascht an anderer Stelle zu lesen, dass Chucks angeblich bei Kraftsportlern sehr beliebt sind. Nicht nur, dass ich mir gestandene Kraftsportler in den eher androgynen Schuhen nicht vorstellen möchte: Chucks sind so ziemlich die letzten Schuhe, die ich für das Training empfehlen würde. 

Das hat nicht nur damit zu tun, dass man mit ein bisschen Geschick einen Knoten in die Sohle drehen könnte. Der Schaft aus Segeltuch lädt den Fuß geradezu ein, sich in alle möglichen Richtungen zu bewegen. 

Das Problem ist aber nicht allein die mangelnde Stabilität. Die wäre bei Barfußschuhen auch gegeben und die habe ich selbst schon ohne Probleme für das Krafttraining eingesetzt. Es ist vielmehr das falsche Gefühl von Sicherheit, das ein zwar vollwertiger, aber instabiler Schuh vermittelt.

Barfuß trainieren?

Für gesunde Füße ohne nennenswerte Fehlstellung ist barfuß trainieren eine denkbare Option, zumindest bei Übungen im freien Stand. Wer den Druck auf den Boden und damit die Gewichtsverteilung auf den Fuß wahrnimmt, bekommt fast automatisch ein Gespür für die richtige Haltung. 

Allerdings ist die unten ohne Variante in Fitnessstudios aus offensichtlichen Gründen nicht gerne gesehen. 

Zu Hause wäre das Barfußtraining eine denkbare Option. Sofern man beim Auf- und Abbau der schweren Gewichte vorsichtig ist und vor allem auf seinen kleinen Zeh aufpasst.

Die richtigen Schuhe für Kraftsport

Zusammenfassend könnte ich meine Meinung bezüglich Schuhe im Kraftsport also so darstellen: entweder so wenig wie möglich oder so stabil wie möglich. Alles dazwischen ist mit Defiziten behaftet.

Für die erste Variante sind Barfußschuhe, falls barfuß trainieren nicht möglich ist, optimal. Diese sollten möglichst wenig Profil aufweisen, wie zum Beispiel dieses Modell von Vibram. 

Wie gesagt, sollten aber gerade Sportler mit Fehlstellungen (Senk-, Knick-, Spreizfuß) im Fitnessstudio eher auf Stabilität setzen. Dafür muss man auch nicht unbedingt ein Vermögen ausgeben. 

Schauen wir uns die genannten Anforderungen noch mal an:

  • Stabile Sohle 
  • Große Standfläche 
  • Stabiler Schaft

dann landen wir wieder bei klassischen Schuhmodellen, wie sie seit Generationen produziert werden. Mein Geheimtipp sind traditionelle Handballschuhe der einschlägigen Marken. Die sind dafür gemacht, großen, schweren Menschen stabilen Halt zu geben. 

Das sie so ähnlich aussehen, wie die oben beschriebenen Gewichtheberschuhe, dabei aber meistens deutlich weniger kosten, kommt also nicht von ungefähr. 

Fazit: Wie wichtig sind Schuhe fürs Krafttraining?

Während ich beim Sport zumeist alte Klamotten auftrage, die für die Straße nicht mehr zu gebrauchen sind, ist mir die Auswahl der Schuhe vergleichsweise wichtig. Ein fünf Jahre altes Shirt ist ok, fünf Jahre alte Straßenschuhe nicht. 

Dabei kommt es, wie eingangs erwähnt, für mich nicht auf die Optik an. Auch bin ich immer ein bisschen peinlich berührt, wenn Anfänger mit hochwertigen Gewichtheberschuhen im Fitnessstudio aufkreuzen. 

Gewichtheberschuhe können eine sinnvolle Investition sein und es ist durchaus ein Gewinn, sich durch die Anschaffung seinem Sport verbunden zu fühlen. Dafür sollte man aber schon ein paar Monate Erfahrung im Kraftsport haben. 

Alle anderen sind mit Schuhen anderer Sportarten bestens bedient. Hallenschuhe für Fußball oder Handball erfüllen nicht nur zumeist die genannten Kriterien, sie sind darüber hinaus auch äußerst langlebig und nach meinem Verständnis in Bezug auf Preis-/Leistung die beste Alternative.