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Pratzen für Boxen & Kickboxen: 3 Kriterien | Kaufempfehlung

Pratzen für Boxen oder Kickboxen sind eine perfekte Alternative oder Ergänzung zum Boxsack. Vorausgesetzt, man hat einen Trainingspartner, der seinen Teil der Aufgabe erledigt. 

Wir schauen uns an, wie man gute Boxpratzen erkennt und was man mit den Pratzen beim Training anstellen kann. 

Was sind Pratzen?

Pratzen sind im Boxtraining das Gegenstück zu Boxhandschuhen. Sie werden in der Regel paarweise verkauft, werden an den Händen getragen und sollen dem zu trainierenden Boxer ein gepolstertes Ziel bieten. 

Boxpratzen sind in erster Linie von Schlagpolstern abzugrenzen. Schlagpolster bieten im Boxtraining mehr Trefferfläche, sind nicht selten auch für Kicks geeignet, dafür aber wesentlich statischer als Pratzen. 

Was ist Pratzentraining?

Während der Athlet Boxhandschuhe trägt, hat der Trainer Pratzen an den Händen. Durch das Bewegen der Hände im Raum, das Antäuschen von Bewegungen und teilweise auch das Antäuschen von eigenen Schlägen mit den Pratzen bietet er dem Boxer eine kleine und bewegliche Trefferfläche

Dabei kreist man mit den Boxpratzen nicht wild herum, sondern bietet identifizierbare Ziele, die bestimmte Schläge und Schlagkombinationen abrufen sollen. 

Beispiele: 

Position der PratzenSchlag
Pratzen vor dem Gesicht; Schlagfläche nach vorneJab, Gerade
Rechte Pratze links vor dem Gesicht; Schlagfläche zeigt nach außenRechter Haken
Linke Pratze rechtes vor dem Gesicht, Schlagfläche zeigt nach außenLinker Haken
Pratze vor der Brust, Schlagfläche zeigt nach untenAufwärtshaken
Pratzen vor dem Rippenbogen, Schlagfläche zeigt nach außenLeberhaken
Pratzen nebeneinander auf Hüfthöhe, Schlagfläche zeigt schräg nach außenKicks; Kniestöße

Auch der Pratzenhalter (Trainer) sollte sich dabei bewegen und immer neue Positionen finden um das räumliche Verhalten des Boxers zu schulen.

Die Boxpratzen werden dabei nicht ständig als Ziel präsentiert, da gerade Anfänger sich hierbei einfach nur an ihre konditionelle Grenze bringen würden. Vielmehr werden die Pratzen oft verdeckt gehalten, dann wieder präsentiert, um die Reaktionsgeschwindigkeit des Boxers zu fördern. 

Wie hält man Pratzen?

Wie gezeigt, sollten Pratzen beweglich sein und nicht statisch gehalten werden. Pratzen sollten immer so positioniert werden, dass sie ein klar erkennbares Ziel für einen bestimmten Schlag bieten, das heißt zum Beispiel nach vorne oder zur Seite, aber nicht schräg. 

Häufig werden Pratzen für gerade Schläge zu weit auseinander gehalten. Damit der Kopf als Schlagziel simuliert werden kann, sollten die Pratzen vor dem Gesicht am gebeugten Arm in einem geringen Abstand, etwa 10 bis 15 Zentimeter, zusammengeführt werden. 

Boxpratzen

Der Pratzenhalter muss von Anfang an darauf achten, die Hände fest in den Pratzen zu haben und diese mit der vollen Fläche zum jeweiligen Schlag zu präsentieren. Schräge Trefferflächen führen zum Abrutschen der Schläge, was für Boxer und Trainer eher unangenehm ist. 

Welche Handschuhe für Pratzentraining?

Fürs Pratzentraining werden Boxhandschuhe verwendet, die man üblicherweise auch fürs Sparring trägt. Diese haben in der Regel ein Gewicht von 14 bis 18 oz. 

Letztendlich wird durch das Pratzentraining ein Sparring simuliert, deswegen sollte man auch die hierfür passenden Handschuhe tragen. 

Allerdings ist darauf zu achten, dass die Pratzen keine Beschädigungen aufweisen, die wiederum Mikrorisse in den Handschuhen verursachen können. Sind die Handschuhe erst beschädigt, können Sie fürs Sparring nicht mehr verwendet werden. Bei älteren, potenziell beschädigten Boxpratzen sollte man also die Handschuhe für den Sandsack verwenden. 

Was bringt Pratzentraining?

Pratzentraining wird als Teil des Box- und Kickboxtrainings eingesetzt. Trainiert werden Schlagtechnik, Schlagfrequenz, Kondition und Reaktion des Boxers. Gegenüber dem Sparring bieten Boxpratzen auch den Vorteil, dass Schläge voll durchgezogen werden können und so eine annähernd realistische Kampfsituation ohne Verletzung des Trainingspartners simuliert werden kann.

Durch die Verwendung der Pratzen kann der Trainer festlegen, welche der vorgenannten Aspekte jeweils besonders gefordert sind. So kann durch die immer gleiche Pratzenposition ein bestimmter Schlag aus verschiedenen Winkeln eingeübt werden oder eben eine bestimmte Schlagkombination. 

Handpratzen Boxen

Schnelles Aufdecken der Pratzen simuliert Lücken in der Deckung des Gegners und fördert die Reaktion des Boxers. Damit dieser seine Deckung selbst nicht vernachlässigt, können auch simulierte Schläge mit den Pratzen eingestreut werden. 

Durch dauerhaftes Aufdecken der Pratzen in verschiedenen Positionen wird schlussendlich die Kondition des Boxers gefördert. Dies sollte aber erst zum Ende einer Trainingseinheit stattfinden, Techniktraining ist hinterher oft nicht mehr möglich. 

Was kosten Pratzen?

Einfache Pratzen sind teilweise schon für unter 20 Euro zu bekommen, gute Boxpratzen kosten um die 50 Euro.

Preisunterschiede beruhen auf Größe, komplexer, mehrschichtiger Dämpfung und unterschiedlichem Oberflächenmaterial (Leder statt Kunstleder).

Welche Pratzen sind gut?

Gute Pratzen sind vor allem perfekt vernäht, besitzen eine anständige Dämpfung und passen sich der Hand an. Darüber hinaus müssen die Pratzen natürlich für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sein. 

Größe der Pratzen

Boxpratzen haben in der Regel eine Schlagfläche von etwa 20 x 25 cm. Das reicht völlig aus und größer ist es auch gar nicht gewollt, denn für das oben beschriebene Training soll das Ziel ja ausdrücklich klein und räumlich flexibel sein. 

Harte Tritte, wie im Kickboxen und Muay Thai, sind mit diesen Pratzen aber kaum abzufangen. Dafür ist die Polsterung zumeist zu hart und der Verschluss ist nicht fest genug.

Wenn Kicks regelmäßig zum Trainingsprogramm gehören und diese nicht nur angedeutet werden, kauft man entweder Schlagpolster, verliert damit allerdings fast vollständig die erwähnte Flexibilität oder man entscheidet sich für eine Hybrid-Lösung, also Boxpratzen mit größerer Trefferfläche.

Form der Boxpratzen

Moderne Boxpratzen sind gekrümmt. Zwingend notwendig ist das nicht, aber es bietet gleich zwei Vorteile. 

Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Schlag an der Trefferfläche abrutscht etwas verringert. Zum anderen ist die Boxpratze so wesentlich leichter zu halten und man rutscht mit der Hand nicht so schnell raus. Das kann nämlich bei harten Schlägen und Schweißentwicklung durchaus passieren. 

Qualität

Die Qualität der Boxpratzen ist gerade beim Onlinekauf gar nicht so einfach zu beurteilen. Fast alle Pratzen sind aus Kunstleder und nur wenige Hersteller geben Auskunft über das Dämpfungssystem. 

Kunstleder ist für den Privatgebrauch übrigens völlig in Ordnung, solange man nur ab und zu trainiert. Strapazierfähiges Echtleder könnte aber in Frage kommen, wenn man langfristig im Boxsport involviert ist. 

Die Verarbeitungsqualität und die Formstabilität machen sich meistens erst nach zig Trainingseinheiten bemerkbar. Im Zweifelsfall sollte man, gerade online, von namhaften Boxausstattern kaufen, zumal die Preisunterschiede bei Boxpratzen nicht sehr hoch sind. 

Gute Boxpratzen kaufen

Es gibt Boxpratzen also in unterschiedlicher Qualität und Ausführung, bis hierhin wenig überraschend. Auf dieser Grundlage habe ich ein paar Kaufempfehlungen für Pratzen zusammengestellt, die auf das jeweilige Nutzersegment zugeschnitten sind. 

Günstige Boxpratzen von Bad Company

Bad Company produziert Sport- und Kampfsportzubehör weitgehend unter dem Radar, da es sich eben nicht um einen namhaften Boxaustatter handelt. Das heißt nicht, dass die Produkte qualitativ schlechter wären, günstiger sind sie aber auf jeden Fall. 

Dieses Einstiegsmodell an Kunstleder-Handpratzen habe ich mir selbst schon vor vielen Jahren zugelegt und sie sind immer noch taufrisch. Ein echter Schnapper für alle, die in den Sport und das Boxtraining reinschnuppern wollen. 

Bad Company vorgekrümmte Kunstleder Handpratzen

  • Kunstleder
  • Target Point
  • Schlagfläche 22 x 18 cm
  • 5 cm dick

Hochwertige Dämpfung von RDX

Eine Preisstufe höher gibt es ein absolutes wertiges Modell von RDX. Die Boxprofis aus England hatte ich an anderer Stelle schon empfohlen. 

Die RDX Pratzen verfügen über ein mehrschichtiges Dämpfungssystem und haben natürlich auch den “Palm Dome”, der für die entsprechende Krümmung sorgt. Das Außenmaterial ist das von RDX bekannte Maya Hide Leder, welches zwar hochwertig, aber immer noch Kunstleder ist. 

Im Gegensatz zum Modell von Bad Company existieren Klettriemen zum Festschnallen. Dadurch dauert das Anziehen zwar ein wenig länger, es sorgt aber auch für zusätzliche Stabilität und die Pratzen können kaum noch von den Händen rutschen. 

Darüber hinaus haben sich die Briten ein Belüftungssystem für die Finger einfallen lassen. Zwingend notwendig ist das nicht, kann aber in längeren Trainingseinheiten schon zu weniger schwitzigen Händen und damit zu mehr Stabilität führen. 

RDX Kampfsport-Handpratzen

  • Maya Hide Leder
  • Palm Ball
  • Perforierter Handschuh
  • Schlagfläche 25 x 19 cm
  • 5 cm dick

Die Handpratzen sind übrigens auch als Set* mit den ebenfalls beliebten Boxhandschuhen von RDX erhältlich.

Echtes Leder von Fox-Fight

Wer langfristig plant dem Boxsport treu zu bleiben, der könnte sich schon für Echtleder Pratzen interessieren. 

Von Fox-Fight gibt es ein überraschend günstiges Paar, das ich zwar noch nicht in Aktion gesehen habe, es macht aber einen äußerst hochwertigen Eindruck. Der Inhalt ist nicht weniger beeindruckend. 

Über ein mehrschichtiges System wird die Schlagwirkung zunächst flächig verteilt und dann gebremst, so dass beim Pratzenhalter auch schwere Schläge kontrolliert ankommen. Gleichzeitig hat der Boxer aber nicht das Gefühl, in ein weiches Kissen zu schlagen, sondern bekommt gutes Feedback über die Schläge. 

Die Fox-Fight Pratzen bieten eine spezielle Abdeckung für die Fingerspitzen. Das kann durchaus von Vorteil sein, wenn man es mit schweren Jungs zu tun hat. Gerade wenn Tritte eingesetzt werden, und dafür sind diese Pratzen mit 27 x 18 cm gerade groß genug, sinkt nicht selten die Treffergenauigkeit und die Finger sollte geschützt sein. 

Vor allem aber sind die Pratzen laut Anbieter 13 Zentimeter dick und können damit auch Tritten standhalten. Wobei ich davon ausgehe, dass der Handschuh hier mitgerechnet wurde. Zum Vergleich: das oben genannte Modell von Bad Company hat etwa 5 Zentimeter.

FOX-FIGHT Legend Focus Pads

  • Echtes Rindsleder
  • vorgekrümmt
  • 4-lagige Polsterung
  • Schlagfläche 27 x 18 cm
  • 13 cm dick

Kickbox-Pratzen von RDX

Absolut für Kicks geeignet sind die größeren Schlagpolster von RDX. 

Mit 33 x 20 cm bieten sie genug Angriffsfläche. Zwei schwere Klettgurte und ein stabiler Griff sorgen für optimalen Halt. 

Die Dämpfung besteht aus mehrlagigem Eva-Lution Foam, eines der vielen Trademarks von RDX, mit einer zwischengelagerten Shock Dispersion, welche die Schlag- und Trittenergie flächig verteilen soll. 

Auch diese größeren Boxpratzen sind curved und liegen gut in der Hand. Insgesamt scheint mir das zu einem fairen Preis eine gute Wahl für Kickbox- und Muay Thai Training zu sein. 

RDX Kickbox-Pratzen

  • Maya Hide Leder
  • vorgekrümmt
  • mehrlagige Polsterung
  • Schlagfläche 33 x 20 cm
  • 10 cm dick

Leder-Schlagpratzen von Fox-Fight

Die Schlagpolster sind annähernd baugleich mit dem zuvor gezeigten Modell von Fox-Fight. Allerdings haben wir hier mit 40 x 20 cm eine noch größere Trefferfläche, die dann eben auch für das Kicktraining geeignet ist. 

Ansonsten bleibt alles wie zuvor: hochwertige Dämpfung, stabile genietete Griffe und echtes Leder als Obermaterial. 

Für den Preis auch hier ein echt starkes Angebot von Fox-Fight. 

Fox-Fight Schlagpratzen (MMA Kickboxen)

  • Echtes Rindsleder
  • vorgekrümmt
  • mehrlagige Polsterung
  • Schlagfläche 40 x 20 cm
  • 12 cm dick

Fazit: Boxausrüstung muss nicht teuer sein

Sowohl Einsteiger als auch semi-professionelle Sportler finden bei Boxpratzen ein Preissegment, welches zu den jeweiligen Ambitionen passt. 

Wer das Pratzentraining nur mal ausprobieren will, der bekommt für circa 20 Euro stabile Modelle für das Einsteigertraining. Für etwas mehr Geld gibt es Ausrüstung, mit der man sich auch beim Boxtraining blicken lassen kann.

Ein echter Geheimtipp scheinen mir die Echtleder-Modelle von Fox-Fight. Für echtes Leder hätte ich ehrlich gesagt den doppelten Preis veranschlagt. Ob man die haltbare Lederoberfläche braucht, muss aber jeder für sich selber wissen. 

Als erstes brauchst du jetzt mal einen Boxpartner, denn irgendjemand muss die Dinger ja auch halten. 

Ich wünsche dir viel Spaß und viel Erfolg!