Dip Barren für zu Hause: sinnvoll sind nur diese Modelle

Wenn du Dip Barren für zu Hause kaufen wolltest, was wären deine Top-Kriterien und wie viel wärst du bereit, dafür auszugeben?

Gute Nachricht: die Dip Station zu Hause kostet vielleicht weniger als du denkst. Von einigen, eher unfunktionellen Modellen sollte man aber die Finger lassen. 

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Für dich sind Dip Barren sinnvoll, wenn …

… du mit der Zielsetzung Muskelaufbau / Bodyforming, Kraftzuwachs trainierst und keinen regelmäßigen Zugang zu einem Fitnessstudio oder Calisthenics-Park hast. 

Wer regelmäßig ins Fitnessstudio geht, benötigt wahrscheinlich keine Dip Barren zu Hause. In kommerziellen Anlagen gibt es genug Gelegenheit, den Barrenstütz zu üben.

Das mag anders aussehen, wenn jemand schon semiprofessionell an den Dip Bars trainieren möchte, etwa um im Turnen auf die nächste Leistungsstufe zu kommen. 

Auch wer einen öffentlichen Calisthenics-Park in der Nähe hat und diesen auch wirklich nutzt, benötigt nicht zwingend Dip Barren zu Hause. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass “regelmäßig nutzen” ein dehnbarer Begriff ist. 

Gerade Einsteiger, die noch keine Trainingsroutine entwickelt haben und vielleicht auch nicht so gerne in der Öffentlichkeit trainieren, nehmen solche Angebote am Ende eher selten wahr. Hier ist die Dip Station zu Hause als täglicher Reminder an das Training besser geeignet. 

Für all diejenigen, die regelmäßig und zielgerichtet zu Hause trainieren wollen, sind Dip Bars eine gute Idee. Nicht nur, weil sie in der Regel günstiger sind als vergleichbare Ausrüstungsgegenstände, sondern auch, weil sie sich meistens platzsparend verstauen lassen. 

Apropos günstig …

Dip Barren selber bauen?

Ich möchte an dieser Stelle jedem Laien davon abraten, sich die Dinger selber zu bauen, bzw. den Barrenstütz an Omas alten Küchenstühlen durchzuführen. 

Man trainiert an den Geräten in der Regel mit bis zu 100% des Körpergewichts. Was passiert, wenn zum Beispiel im Barrenstütz eine Seite wegbricht und das Gewicht schlagartig auf einem Schulter- und Ellenbogengelenk lastet, stelle ich mir ungern vor. 

Ganz einfach, weil mir schon bei der Vorstellung die Schulter wehtut. 

Wenn du professioneller Handwerker bist oder einen solchen zur Hand hast, dann: Frisch auf. 

Alle anderen möchte ich darauf hinweisen, dass eine Rotatorenmanschette nicht im Baumarkt erhältlich ist! 

Dip Barren: welche Höhe passt?

Wer sich schon einmal umgesehen hat, der wird festgestellt haben, dass man in allen möglichen Versionen Dip Barren kaufen kann. Von Kleinstgeräten, die eigentlich Liegestützgriffe sind, bis zu komplexen Fitnessstationen. 

Wenig überraschend: welche Höhe passt, hängt eindeutig von der Zielsetzung ab. 

Die erwähnten Liegestützgriffe sind zwar günstig, lassen sich aber meines Erachtens kaum für die eigentliche Hauptübung, Dips oder Barrenstütz / Beugestütz, verwenden. 

Das liegt zum einen an der Höhe. Man müsste diese Griffe schon auf einer Erhöhung aufstellen, die auf beiden Seiten gleich hoch und gleich stabil ist. Wer so etwas hat, wird die Griffe aber wahrscheinlich gar nicht brauchen. 

Für Liegestütz können die Geräte wirklich sinnvoll sein, aus der Überlegung Dip Barren kaufen würde ich sie aber außen vor lassen. 

Ich trainiere selbst regelmäßig damit Liegestütz und finde übrigens, dass ein günstiges Modell hierfür völlig ausreicht. 

Wie hoch sollten Dip Barren sein?

Wenden wir uns den Dip Barren noch mal im Sinn ihrer eigentlichen Verwendung für Dips zu, dann ist festzustellen, dass diese mindestens auf der Höhe sein sollten, bei der sich im aufrechten Stand die Hände befinden. Selbst bei kurzen Beinen (das bin ich) sind das locker 80 cm. 

Wenn die Griff auf dieser Höhe sind, kann man mit angewinkelten Beinen anständig trainieren, alles darunter hat meines Erachtens wenig Zweck.

Klar wird es auch in geringerer Höhe irgendwie gehen, aber für “irgendwie gehen” brauche ich mir kein Dip Bars für zu Hause anschaffen. Man will ja zweckmäßig, sicher und mit Freude trainieren können. 

Die Feststellung ist insofern wichtig, als dass einige der kommerziellen Geräte deutlich unter dem für mich festgestellten Minimalwert von 80 cm liegen und ich bin, wie gesagt, tendenziell eher kurz. 

Interessanterweise sieht man auf den Werbefotos dieser Anbieter auch eher selten, dass jemand Dips macht. Warum nur?

Dip Barren höhenverstellbar

In der besten von allen Welten sind die Dip Bars höhenverstellbar. So lassen sie sich nicht nur individuell für den Beugestütz einstellen, sondern andere Übungen, wie der Inverted Row werden dadurch leichter. 

Dann wiederum: wirklich notwendig sind höhenverstellbare Dip Barren eigentlich nur für Arnold Dips. Alles andere kann man sich passend machen. Eine Höhenverstellung macht die Griffe im Zweifelsfall auch eher instabiler und instabil können wir gar nicht gebrauchen. 

So ist die Höhenverstellung bei Dip Barren also ein schöner Zusatznutzen, ein entscheidendes Kaufkriterium wäre es aber für mich nicht. 

Belastbarkeit der Dip Bars

Komplett anders verhält es sich bei der Belastbarkeit der Dip Bars und auch unter der Gefahr, mich zu wiederholen: wir wollen nicht, dass das schöne, neue Sportgerät unter uns zusammenkracht

Dabei ist zum einen zu bedenken, dass Übungen dynamisch ausgeführt werden und dabei wesentlich höhere Kräfte auftreten können als nur das reine Körpergewicht. Außerdem wollen fortgeschrittene Athleten vielleicht irgendwann mit Zusatzgewicht, zum Beispiel mit Hilfe eines Dip Gürtels, trainieren. 


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Aus diesen Gründen empfehle ich eine maximale Belastbarkeit, die mindestens dem 1,5 fachen des eigenen Körpergewichts entspricht. Von Geräten, bei denen die maximale Belastbarkeit nicht angegeben ist, würde ich grundsätzlich die Finger lassen. 

Mir ist klar, dass sich die Auswahl dadurch um einige sehr preisgünstige Modelle verkürzt, aber sich nach 12 Monaten erfolgreichem Training neue Dip Barren kaufen zu müssen, macht die Sache auch nicht günstiger. 

Stabilität ist der entscheidende Faktor beim Kauf von Dip Barren und da sollte man wirklich keine Abstriche machen. 

Abstand der Dip Bars

Für Dips und Arnold Dips sind Bars ideal, die etwas weiter als schulterbreit auseinander sind. 

Bei den meisten freistehenden Modellen taucht diese Frage gar nicht auf, da man die beiden Barren individuell positionieren kann. Anders verhält es sich mit Dip Barren am Powerrack, an der Hantelbank oder als feste Station. 

Hier ist jeweils zu prüfen, wie groß der Abstand wirklich ist, falls das Ausführen der Dips beim Kauf einer Hantelbank ein entscheidendes Kriterium ist. Sowohl bei Stationen als auch bei Hantelbankablagen gibt es durchaus große Unterschiede. 

Die eher günstigen, freistehenden Griffe haben hier tatsächlich einen Vorteil gegenüber den teureren Stationen: nicht nur lässt sich der Abstand meistens individuell einstellen. Man kann die Barren auch im Winkel zueinander aufstellen (wie ein “V”), so dass die Übungsausführung mit außenrotierten Armen ausgeführt werden kann. 

Das kann wichtig werden, falls ein Impingement-Syndrom oder sonstige Einschränkungen im Schultergelenk vorliegen. 

Dip Barren: wie weit auseinander?

Die Dip Barren sollten zumindest so weit auseinander sein, dass sie einen neutralen, etwas breiter als schulterbreiten Griff zulassen. Wer Brust oder Trizeps bei der Übung mehr betonen möchte, kann, ähnlich wie beim Bankdrücken, ein wenig weiter oder enger fassen.

Polsterung und Standfestigkeit

Die Polsterung der Griffe gehört zu den Dingen, um die ich mir eher wenig Gedanken machen würde. 

Zum einen verteilt sich der Druck auf die Hände meist sehr gut, so dass es da selbst bei nacktem Metall selten Probleme gibt. Zum anderen lässt sich fehlende Polsterung durch Handschuhe, Pads oder ein zusätzlich angeschafftes Griffband leicht ersetzen. 

Letzteres hat noch den Vorteil, dass man es bei Bedarf relativ leicht austauschen kann. 

Die Standfestigkeit ist dagegen ähnlich wichtig, wie die Belastbarkeit. Wenn die Geräte nach innen oder außen kippen, sind Schmerzen vorprogrammiert. 

Leider gibt es für Standfestigkeit keinen einheitlichen Richtwert. Sehr wohl würde ich mir aber die Breite der Füße der Dip Bars genau anschauen. Wenn diese schon wenig vertrauenswürdig aussehen, hat man mit dem neuen Sportgerät wahrscheinlich keinen Spaß.

Einen guten Hinweis auf die Standfestigkeit gibt das Eigengewicht der Geräte. Schwere Dip Bars sind nicht nur in sich stabiler, sondern neigen im Zweifelsfall auch weniger dazu, zur Seite wegzukippen. 

Für Dip Bars zur Wandmontage ist das Äquivalent die Beschaffenheit der Wand, bzw. der Verschraubung. 

Ich hatte schon beim Review der Klimmzugstangen darauf hingewiesen, dass man eventuell auf dem Hintern sitzt und auf ein großes Loch in der Wand starrt, wenn die Festigkeit nicht vorher geprüft wird. 

Die besten Dip Barren für zu Hause

Mit den in diesem Artikel beschriebenen Kriterien kannst du dir Dip Barren für zu Hause kaufen, die deinen Anforderungen entsprechen. 

Wenn ich diese Kriterien anwende und die meiner Erfahrung nach besten Geräte heraussuche, komme ich zu diesem Ergebnis:

Dip Barren freistehend

Mein persönlicher Testsieger ist dieses Modell von Hop-Sport, aufgrund folgender Kriterien:

Spezifikationen laut Anbieter:

  • Bis 200 kg belastbar
  • 18,6 kg Eigengewicht
  • H/B/L: 104 cm/ 86-153 cm/ 102 cm
  • Lieferumfang: ohne Verschlüsse
  • Pulverbeschichteter Stahl: 4x4 cm

Hop-Sport HS- 1010K

Höhe

Das Gerät dürfte mit verstellbarer Höhe von 86 cm bis 95 cm für fast alle Sportler ausreichend hoch sein. Wem das zu hoch ist, der kann sich eine kleine Trittstufe zur Hilfe nehmen. 

Die Höhe der Stange reicht in jedem Fall auch aus, um Inverted Rows für den Lat durchzuführen. 

Breite

Die Breite ist verstellbar von 86 cm bis 153 cm. In dieser Range sollte sichergestellt sein, dass für jeden die passende Griffweite dabei ist. Mehr noch, man kann die Griffweite variieren und damit gezielt Brustmuskel und Trizeps trainieren. 

Stabilität

Die beiden Holme sind miteinander verschraubt und teilen sich dann einen Vierkantfuß mit rutschfesten Gummikappen. Das Eigengewicht beträgt satte 18,6 kg, die maximale Belastbarkeit ist mit 200 kg angegeben. 

Bessere Werte habe ich in diesem Preissegment nicht gefunden. 

Das Gerät macht auch optisch einen guten Eindruck. Einziger, kleiner Nachteil: da die Holme grundsätzlich nur fest verschraubt eingesetzt werden, funktionieren die Dip Barren nur parallel (nicht in V-Form).

Wer damit keine Probleme hat, bekommt hier ein wirklich gutes Angebot. 

Wenn 140 kg Maximalbelastung genug ist, kommt auch diese Dipstation von Hop-Sport in Frage. Sie ist im gleichen Bereich höhenverstellbar, es handelt sich aber um zwei freistehende Dip Ständer. 

Das bietet die Möglichkeit, sich den Winkel so einzustellen, wie man ihn gerne hätte, außerdem lassen sich die Ständer ohne zu schrauben leicht verstauen. 

Derzeit kommt man mit diesem Gerät auch etwa 20 € günstiger raus als mit dem vorgenannten Modell. 

Das war’s auch schon in dieser Kategorie. Alle anderen Geräte, die ich mir angeschaut habe, bieten bei ähnlichem Preis entweder deutlich weniger Leistung oder sie sind günstiger, aber für ernsthaftes Training meiner Meinung nach nicht zu gebrauchen. 

Dip Barren Wandmontage

Wer über eine stabile Wand verfügt, kann auch über die Möglichkeit einer Wandmontage nachdenken. 

Hier gibt es verschiedene Optionen, von denen einige in Kombination das Beinheben im Hang für die Bauchmuskulatur zulassen. 

Das Unternehmen Gorilla Sports ist dafür bekannt, simple, aber kostengünstige Lösungen für zu Hause anzubieten, ich besitze selbst mehrere Artikel, mit denen ich sehr zufrieden bin. 

Gorilla Sports Dipstation

Eine dieser Lösungen sind diese Dip Bars, die sich einzeln an der Wand montieren lassen und eben auch das Beinheben im Hang ermöglichen. 

Wer preiswerte Dip Bars für zu Hause sucht, wird bei gleicher Belastbarkeit kaum günstiger rauskommen. Die Griffe haben eine Maximalbelastung von 200 kg

Wandmontage Dip Bars

Hierzu ein wichtiger Hinweis für alle Geräte zur Wandmontage: die Maximalbelastung bezieht sich auf die Qualität der gelieferten Griffe, nicht auf die Montage. Im Regelfall sind mitgelieferte Schrauben und Dübel auch nicht die hochwertigsten auf dem Markt, um es vorsichtig auszudrücken. 

Meine Empfehlung ist, mit dem Satz Schrauben zum Eisenwarenhändler des Vertrauens zu gehen und zu schildern, was man vorhat. Der wird nach der Beschaffenheit des Untergrunds (Wand) fragen und wissen, was zu tun ist.

In Bezug auf Preis / Stabilität also eine Top-Lösung, mit zwei deutlichen Nachteilen.

Hat man die Griffe erst einmal angebracht, ist die Griffweite, buchstäblich, in Stein gemeißelt. Diese hinterher zu ändern, dürfte an selber Stelle ein wenig knifflig werden. 

Außerdem lassen sich andere Übungen, wie die erwähnten Inverted Rows natürlich nicht durchführen. Das gilt aber für die meisten Griffe in Wandmontage.

CCLife Multigriff Klimmzug

In Sachen Komplexität befindet sich dieses Gerät von CCLife am anderen Ende des Spektrums. Konsequenterweise ist es mehr als doppelt so teuer. 

Spezifikationen laut Anbieter:

  • Maximales Nutzergewicht 120 kg
  • Belastbar bis 200 kg
  • H/B/L 108 cm/ 85 cm/ 66 cm
  • 4 Haken zum Anbringen von Zusatzgeräten

CCLIFE Multigriff Klimmzug

Dafür bekommt man aber eine komplette Station, mit der sich an der Wand nicht nur der Barrenstütz, sondern auch Beinheben im Hang und Klimmzüge ausführen lassen. 

Es lassen sich sogar ein Boxsack oder Gurte anhängen. 

Dabei ist das Gerät selbst gar nicht an der Wand montiert, sondern wird nur auf die montierten Haken aufgesteckt. Das könnte für alle wichtig sein, die auf kleinem Raum leben und das Gerät nach getaner Arbeit wieder verstauen möchten. 

Trotz dieser etwas ungewöhnlichen Montage weist das Gerät ebenfalls eine maximale Belastbarkeit von 200 kg aus. 

Der ehrliche Hinweis des Herstellers, dass das Eigengewicht von 120 kg trotzdem nicht überschritten werden sollte (s. oben: dynamische Übungen) schafft bei mir Vertrauen, ebenso wie die Tatsache, dass es sich bei CCLife um einen deutschen Händler (Euskirchen) handelt. 

Wer eine Multistation sucht, bekommt hier ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Strong Gains DB1

Falls das nicht gewünscht oder notwendig ist, wäre mein persönlicher Favorit für die Dip Barren Wand das Modell DB1 von Strong Gains

Hier handelt es sich wiederum um einfache Griffe, die aber nicht einzeln, sondern zusammen verschraubt, beziehungsweise miteinander verbunden werden. 

Spezifikationen laut Anbieter:

  • Gerändelte Stangen in V-Form
  • Belastbar bis 300 kg
  • Produktgewicht: 6,5 kg
  • L/B/H: 59 cm/ 70 cm/ 35 cm

STRONG GAINS DB1 Dipbarren

Durch die Querstrebe hat das Gerät laut Anbieter eine sensationelle Belastbarkeit von 300 kg und dürfte damit auch höchsten Ansprüchen genügen. 

Was mich aber eigentlich begeistert, ist die V-Form der Stangen. So lässt sich auch bei Wandmontage der Dip Barrenstütz in verschiedenen Griffweiten ausführen. 

Der Preis ist mit derzeit 60 € absolut angemessen. 

Dip Multi-Stationen

Ich habe mich entschlossen, in dieser Kategorie keine Empfehlungen auszusprechen. Das hat mehrere Gründe. 

Zum einen sind alle Stationen, die preislich noch irgendwie erschwinglich sind, deutlich geringer belastbar (<150 kg) als die bisher vorgestellten Modelle. Zum anderen besteht bei diesen Stationen eben chronisch das schon geschilderte Problem der nicht einstellbaren Griffweite

Das ist für mich aber ein wichtiges Kriterium für die Dip Barren zu Hause und das sollte es für alle ambitionierten Sportler sein. 

Dann wäre da noch der Punkt, dass es sich um mir zumeist nicht bekannte Hersteller handelt, die Dip-Station gerne mal mit “Tauchstation” übersetzen. Ein Punkt, der bei mir nicht gerade Vertrauen weckt. 

Um es deutlicher zu sagen: Schrott aus China steht bei uns schon genug rum. 

Und (Vorsicht, hier beginnt ein Rant!) ich verstehe auch nicht, warum Kollegen mit ähnlichen Blogs wie diesem diese Geräte empfehlen. Da wird behauptet, dass Dip Multi-Stationen stabiler und höher belastbar sind, was in der Masse einfach nicht stimmt. Davon kann sich jeder überzeugen. 

Ich muss also annehmen, dass in erster Linie der höhere Preis (und damit die höhere Affiliate-Kommission) ausschlaggebend für die Empfehlung sind. Genau so sollte Empfehlungs-Marketing nicht funktionieren. 

Bedenkt man, dass die komplexen Multi-Stationen auch nach mühsamen Aufbau laut Kundenrezensionen oftmals einen eher instabilen Eindruck machen und das die Geräte natürlich auch ordentlich Platz fressen, würde ich vom Kauf bei Amazon in diesem Fall eher abraten und, wenn es denn sein soll, auf einen professionellen Anbieter in Studioqualität ausweichen.

Dip Barren Outdoor

Grundsätzlich habe ich bei meinen Artikeln Leser im Sinn, die auf begrenztem Raum zu Hause trainieren möchten. Deswegen sei an dieser Stelle nur kurz erwähnt, dass es auch Dip Barren für draußen gibt. 

Natürlich gelten für Outdoor Dip Barren die zuvor genannten Kriterien hinsichtlich Abstand, Belastbarkeit, Höhe, Funktionalität, etc. Plus: wenn die Barren stationär oder kurzfristig draußen verbleiben sollen, müssen diese zwingend aus Edelstahl sein

Unnötig zu erwähnen, dass man sich hier in einem anderen Preissegment befindet. Allerdings: mit einem eigenen Garten lässt sich kaum was sinnvolleres anstellen als ihn Stück für Stück in eine eigene kleine Sportanlage auszubauen. 

Wer will schon ständig Blumen gießen?

Das deutsche Unternehmen Tolymp bietet hierfür ein Baukastensystem, dass man Stück für Stück erweitern oder gleich komplett von der Firma aufstellen lassen kann. 

Gerade für Familien halte ich das für sinnvoller als die x-te Rutsche oder Schaukel in den Garten zu stellen, die nie wieder genutzt werden, sobald die Kiddies ein bisschen größer sind. 

Von einer Calisthenics-Anlage aus Edelstahl hat man im Zweifelsfall sein Leben lang was und die Kleinen bekommen chronisch eine Portion Fitness ab (10 Klimmzüge = 1 Std. Zocken?)

Alle Kriterien für Dip Barren zu Hause

Fassen wir noch einmal zusammen. 

Die wichtigsten Kriterien für Dip Barren zu Hause sind:

  • Stabilität / Maximale Belastung (min. 1,5 x Körpergewicht)
  • Höhe (min. Höhe der Hände im Stand)
  • Breite / Winkel (etwas breiter als schulterbreit; idealerweise verstellbar)
  • Preis
  • Einzel- (nur Barrenstütz) oder Multifunktion
  • Platzbedarf
  • Nutzung Indoor oder Outdoor

Freistehende Dip Barren

Vorteile:

  • Breite ist individuell einstellbar
  • Teilweise höhenverstellbar
  • Leicht zu verstauen
  • Bei Bedarf auch draußen zu verwenden
  • Inverted Rows für Lat möglich

Nachteile:

  • Stabile Modelle in angemessener Höhe sind etwas teurer

Dip Barren mit Wandmontage

Vorteile:

  • Gute Qualität im günstigen Preissegment
  • Höhe / Breite ist individuell zu bestimmen
  • Multi-Geräte bieten viele Sportmöglichkeiten

Nachteile:

  • Nach Montage können Höhe/Breite nur mit Aufwand verändert werden
  • Nimmt Platz weg, wenn nicht abnehmbar
  • Montage erfordert einen stabilen Untergrund

Ich hatte es an anderer Stelle bereits erwähnt: für mich gehören Dips zu den wichtigsten Übungen überhaupt. Insofern kann die Anschaffung von ein Paar Dip Barren für zu Hause durchaus geeignet sein, dein Home Gym auf das nächste Level zu heben, wenn die eingangs genannten Kriterien erfüllt sind. 

Ich hoffe, mit meinem Artikel zur bestmöglichen Kaufentscheidung beigetragen zu haben. 

Train hard, stay safe!

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